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Hope Channel

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Wenn irgendein Teil des Körpers leidet, leiden alle anderen mit. Und wenn irgendein Teil geehrt wird, freuen sich alle anderen mit.
1. Korinther 12,26 (Gute Nachricht Bibel)

 

Weil immer häufiger Berichte über Schülermobbing Schlagzeilen machen, freute mich die folgende Nach­richt umso mehr. Bei Andrew Gillespie war Knochen­krebs festgestellt worden. An seinem letzten Schultag vor dem Beginn der Chemotherapie hatte ihm seine Klasse eine Überraschung vorbereitet: Als Andrew sich von seinen Klassenkameraden verabschieden wollte, hörte er ein surrendes Geräusch. Mit einem Haar-Rasierer ließen sich seine 30 Mitschüler, einer nach dem anderen, eine Glatze scheren. Deren Kom­mentar: „Wir sind deine Freunde, vergiss das nicht, Andrew. Egal, was auf dich zukommt! Bis es dir wie­der besser geht, bleiben unsere Haare ratzekurz!“

Das nenne ich Solidarität! Wie viel davon ist in unseren Kirchengemeinden vorhanden? Denn um die Gemeinde geht es bei unserem Andachtswort: Paulus wählte in diesem Kapitel seines Briefes an die Gemeinde in Korinth bewusst das Bild des Kör­pers, um zu illustrieren, wie der Zusammenhalt der Gemeindeglieder (schon darin begegnet uns derselbe Begriff wie in der Anatomie: Glieder) aussehen sollte.

Wie eng die Vernetzung zwischen den Organen unseres Körpers ist, wissen wir heute noch besser als vor 2000 Jahren. Allerdings ist der Individualismus in unserer Gesellschaft stark verbreitet - auch inner­halb der Gemeinde. Dabei dürfte die überschaubare Größe freikirchlicher Gemeinden das Kennenlernen und den Zusammenhalt der Gemeindeglieder erleich­tern.

Um mitempfinden, mitweinen und auch mit­lachen zu können, müssen wir noch enger vernetzt sein. Dank Telefonflatrate und Internet sollte das kein Problem sein, zumindest was die technische Seite betrifft. Wenn allerdings das Interesse am ande­ren fehlt, helfen alle Kommunikationsmittel der Welt nicht.

Wie kann dieses Interesse entstehen, wie lässt es sich fördern? Hauskreise und gesellige Zusammen­künfte außerhalb der Gottesdienstzeiten sind sicher ein guter Weg. Weitere Mittel und Wege werden wir finden, wenn uns das Wohlergehen unserer Mitbrü­der und Mitschwestern zu einem Herzensanliegen geworden ist. Das kann und wird gern „der Kopf“ der Gemeinde, Jesus Christus selbst, in uns bewirken, wenn wir ihn darum bitten. Wir können uns damit gleich an ihn wenden!

Elí Diez-Prida

© Advent-Verlag Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung
www.advent-verlag.de

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